Returning home.

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Das letzte Mal habe ich vor über einem Monat gebloggt, seit 3 Wochen bin ich wieder im Lande. Für meine Abwesenheit habe ich aber einen schönen Grund: die Zeit. Ich habe in Miami und New York einfach mal die Seele baumeln lassen und die letzten 3 Wochen mit meiner Family und Freunden genossen.

Jetzt möchte ich euch aber mal erzählen, wie es so ist, lange von zu Hause entfernt zu sein und überwiegend Halli Galli in seinem Leben zu haben und nach knapp einem halben Jahr wieder zurück zu kehren.

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Dafür müsst ihr aber eines vorab über mich wissen: als ich mein Abenteuer begonnen habe, war ich wirklich so froh, endlich meinen Alltag hinter mir lassen zu können und vor allem nicht mehr in Deutschland sein zu müssen. Ich hatte es satt und war total unzufrieden, die Uni hat mich nur noch genervt und ich wollte alldem einfach nur entfliehen. Das kennt ihr sicher auch, manchmal bewegt man sich kontinuierlich auf der gleichen Stelle, nichts geht vor oder zurück. Genauso ging es mir zu diesem Zeitpunkt, mir war mein Alltag zu langweilig und eintönig und mich hat es in die Ferne gezogen. Neue, interessante Menschen kennenlernen, in einem ganz anderen Land leben, zum ersten Mal alleine leben, mal andere Fächer studieren und reisen. Beim Stichpunkt „reisen“ werden mich viele von euch bestimmt am besten verstehen können.

But back to the topic. Um die beliebte Frage „Ja erzähl doch mal, wie war es denn?“ in einem Satz zusammenzufassen: es war die beste Zeit meines Lebens.

Wenn ich jetzt, 3 Wochen seitdem ich wieder in Deutschland bin, auf diese 5 Monate zurückblicke, kommt mir alles wie ein ausgedehnter Traum vor. Allerdings in dem Sinne, dass mir alles so unwirklich erscheint. Erst jetzt, wenn ich mir Fotos anschaue oder an bestimmte Situationen oder Momente zurückdenke, wird mir bewusst, was da eigentlich alles passiert ist und was ich erlebt habe. Und dann überwältigt mich dieses Gefühl. Eine Mischung aus Dankbarkeit, Fernweh, Glück, Wehmut, Herzklopfen und vollkommender (positiver) Fassungslosigkeit. Eine Art Höhe und Tiefe in einem.

Das, was ich in meinem Auslandssemester erlebt habe, das, was ich dort gelernt habe und das, was ich dort gewonnen habe, kann mir keiner nehmen. Es wird immer ein riesiger Teil in meinem Leben sein und bleiben.

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Schon als der Tag bevorstand, Victoria zu verlassen, um nach Vancouver zu fahren (von dort aus ging unser Flug nach New York), habe ich Krokodilstränen erwartet, denn ich bin ein sehr emotionaler Mensch, dem besonders Abschiede, egal ob von Ländern/Städten oder Menschen, sehr nahe geht. Aber Pustekuchen. Als ich im Bus zur Fähre saß und zum letzten Mal durch Downtown, zum letzten Mal meinen gewohnten Weg gefahren bin, zum letzten Mal die Straßen und Landschaften gesehen habe, hab ich nur eines in diesem Moment gefühlt: Dankbarkeit. Ich war so dankbar dafür, dass ich das ermöglicht bekommen habe, dass ich in Kanada, in dieser wunderschönen Stadt leben durfte, dass ich so viel reisen durfte, dass ich das Land und seine Kultur kennengelernt habe und dass ich ein Stück mehr zu mir selbst gefunden habe. Und meine Reise war zu dem Zeitpunkt auch noch lange nicht zu Ende. 2 Tage Vancouver, 3 Wochen New York und knapp eine Woche Miami haben noch auf mich gewartet. Wie könnte ich da traurig sein?
Die Zeit in New York und Miami sind dann nur so an mir vorbeigeflogen und ehe ich mich versah, saß ich schon in Orlando am Gate und habe aufs Boarding für meinen Flug nach Deutschland gewartet.

Der große Moment war gekommen. Meine Eltern haben mich am Flughafen abgeholt und es war total überwältigend, sie endlich wieder in die Arme schließen zu können.

Man lebt sich schneller ein, als einem lieb ist, aber ich habe mir für den Anfang direkt ein schönes Projekt vorgenommen: ich renoviere ein bisschen mein Zimmer und verpasse ihm einen neuen Anstrich. Im wahrsten Sinne des Wortes. Ich habe mit Unterstützung meine Wände gestrichen, Möbel rausgeschmissen, einen neuen Kleiderschrank bekommen und baue aus ein paar Dingen das ein oder andere Möbelstück selbst. Mein Zimmer war vorher noch total girly (dazu muss ich sagen, dass ich schon seit ein paar Jahren keine großartigen Veränderungen in meinem Zimmer vorgenommen habe), meine Wände pink und rosa, ein Hauch von kleinem Mädchen lag noch über dem Zimmer. Damit habe ich auch momentan ganz schön viel zu tun, was mir aber total Spaß macht, denn ich bin richtig gerne kreativ und im Gegensatz zu vielen Menschen liebe ich Veränderungen.

Denn in ein paar Tagen geht der Unialltag wieder los: ich muss nur noch ein paar kleine Arbeiten erledigen, bevor ich dann meine Bachelorarbeit beginnen kann. Die wollte ich ursprünglich im Ausland schreiben, bin aber froh, dass ich es doch nicht gemacht habe, denn so konnte ich jede Minute voll auskosten.

Ich genieße mein Leben gerade genau so, wie es ist, mit Dingen die mir gefallen und Pflichten, die ich doof finde, die aber dazu gehören.

Ist man einmal im Alltag angekommen, liegt die Auslandserfahrung in weiter Ferne und kommt einem ewig weit weg vor. Als hätte man das alles nur geträumt. Ein wunderschöner Traum, der da zu Ende gegangen ist.

Bisher hatte ich erst ein, zwei Mal den Moment, in dem ich die Ferne, in meinem Fall Kanada, echt vermisst habe. Aber nicht in einer Art und Weise, die mich runterzieht und mich aus meinem Alltag reißt, sondern einfach als schöne Erinnerung. Den Alltag lernt man nämlich auch mit der Zeit sehr zu schätzen. Das wichtigste ist es, immer wieder gerne nach Hause zurück zu kehren und ich habe eine Menge Fotos und Erinnerungen im Gepäck, die mir eine kleine Zeitreise zurück zu den unzähligen, schönen Momenten erlauben. Kanada wird für mich ab jetzt immer etwas besonderes sein und hat einen riesen Platz in meinem Herzen. Ich bin eine Träumerin, aber gleichzeitig auch Realistin und ich denke, das ist doch die beste Mischung.

Forever Fernweh, aber zu Hause ist es doch immer noch am schönsten.

P.s.: ich werde euch nun auch wieder regelmäßig mit ganz vielen Posts über die Ferne, Ideen für neue Reiseziele, meine Gedanken und natürlich vielen weiteren Themen versorgen und hoffe, ihr schaut immer wieder gerne vorbei.

Macht’s gut, meine Lieben.

Eure Sarah

 

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Für mehr Bilder folgt mir auf Instagram, dort lade ich immer wieder schöne Throwback Bilder hoch: madebysarahmar 



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