Über die guten und die schlechten Jahre

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Der Jahresrückblick einer guten Freundin heute morgen auf Instagram und was sie daraus mitgenommen hat, bewegt mich heute, diesen Post zu schreiben.
Wieder einmal neigt sich ein Jahr, 2016, dem Ende zu. Es ist Silvester. Ich persönlich bin ein Silvester-Grinch. Aber an heute vor einem Jahr denke ich gerne zurück. In Brooklyn mit allerbester Gesellschaft haben wir in einem Club in Williamsburg einfach nur das Leben gefeiert. Wir alle hatten unglaubliche Monate auf Reisen hinter uns. Ich kam mit meinem Freund aus Kanada. Die wohl beste Zeit meines Lebens. Ich habe ein Land kennen und lieben gelernt, dort gelebt und so viel entdeckt: Die Rocky Mountains, Vancouver, Victoria, Tofino und Seattle. Der krönende Abschluss war New York. Das war mein Jahr 2015.

Wenn es nun um 2016 geht, höre ich bei den meisten nichts gutes. „Aber es ist doch so viel passiert, in der Welt meine ich.“ Und nicht nur das. Für manche hat 2016 mehr Herausforderung bereitgehalten. Auf Facebook zeigt mein Feed Bilder, auf denen steht „Verpiss dich, 2016!“. Eindeutig.
Ich traue mich schon gar nicht zu sagen, dass mein 2016 gut war. Ja, ich hatte auch Herausforderungen zu bewältigen und es war oft nicht leicht. Als ich von meiner Reise zurück kam, trennten mich drei Hausarbeiten, eine Klausur und meine Bachelorarbeit von meinem Abschluss. Ich habe oft ans aufgeben gedacht. Oft mit mir gekämpft. Soll ich weitermachen? Lohnt sich das überhaupt? Das kommt manch einem von euch bestimmt total lächerlich vor. Mit sich kämpfen, auf der Zielgerade. Aber ich habe es geschafft, auch wenn es nicht einfach war. Und jetzt ist es vorbei. Ich habe meinen Bachelorabschluss in der Tasche. Ein so unglaublich erleichterndes Gefühl. Und ein schweres zugleich. Was nun? Du kannst alles tun, was du willst. Und gleichzeitig tust du nichts.

Wenn ich an 2016 denke, denke ich aber vor allem an alle kleinen und großen Reisen, die ich gemacht habe. Ich war im Januar noch in New York und in Miami. Ich habe den Norden ein wenig erforscht, ich war in Stockholm, einer unglaublich bezaubernden Stadt. Ich habe unser Nachbarland wieder ein Stück näher kennengelernt, war in Maastricht und Amsterdam. Ich habe alte Bekanntschaften wiedergesehen, indem ich nach Berlin gefahren bin und es wieder anders kennengelernt habe. Ich bin durch Italien gereist. Durch Mailand, zum Gardasee, nach Verona, Venedig, Florenz, Siena, Bolsena, Rom, Gaeta (kurz vor Neapel) und die Amalfiküste. Und zu guter letzt habe ich über einen Monat in London gelebt.
Ja, ich bin bei weitem nicht so oft unterwegs wie ein Travelblogger, aber wenn ich kann, bin ich weg. Und das ist eine Eigenschaft, die ich mir für 2017 bewahren möchte.

Ich habe viel gelernt im Jahr 2016. Über mich, über meinen Weg, über andere. Plane nie dein Leben, denn es läuft immer anders, als man denkt. Nur, weil man etwas nicht sofort schafft, heißt das nicht, dass die Tür für immer verschlossen ist. Versuch es weiterhin. Früher oder später. Denk nicht so viel nach und nimm nicht alles so ernst. Nur einige von den Lektionen, die ich für mich mitgenommen habe.

Es läuft nicht immer so, wie man es sich wünscht. Oft hält das Leben ungeahnte Herausforderungen für uns bereit. An diesen Herausforderungen sollen wir wachsen, stärker werden. Und das tun wir auch. Irgendwie bewältigt man jede noch so große Herausforderung. Mal schnell, mal langsam, aber man bewältigt sie.
Dann gibt es da aber noch die kleinen Probleme im Alltag. Oft meckert man über Dinge, die eigentlich gar nicht so schlimm sind und macht sie größer, als sie sein müssten. Man beschäftigt sich damit, weil sie zum Alltag gehören. Die kleinen Probleme. Doch vielleicht sollte man viel öfter einsehen, dass sie klein sind. Und es dabei belassen.

Ein Jahr geht, ein neues kommt. Niemand von uns weiß, was es bereit hält. Aber so viel ist sicher: Es ist ein neues Kapitel in eurem Leben. Es ist die Chance, es besser zu machen, selbst mitzuwirken. Vieles können wir nicht beeinflussen. Doch im Grunde sind wir die Hauptakteure in unserem Leben und behalten doch die Kontrolle. Wie mein Leben ist und wird, habe nur ich in der Hand und niemand sonst. Ein Jahreswechsel steht bevor. Jeder einzelne von uns kann das beste daraus machen und aus vergangenem lernen.

Also rutscht gut ins neue Jahr, feiert, chillt auf der Couch, seid mit Freunden zusammen uns esst euch beim Raclette die Bäuche voll. Und dann habt ein neues gutes Jahr, in dem ihr euch Herausforderungen stellt und sie bewältigt.

Cheers!

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