Explore Oslo

Share on FacebookShare on Google+Tweet about this on TwitterShare on LinkedInPin on Pinterest

Ich sitze im Flugzeug, auf dem Weg zurück nach Deutschland (ja, mir fällt gerade auch auf, dass das schon wieder mehr als zwei Wochen her ist. Ich bin ein wenig wehmütig). Die Sonne scheint. Wie immer, über den Wolken. Auf meinen Rückflügen denke ich gerne über meine Reisen nach und lasse nochmal alles Revue passieren. Ich war 5 Tage in Norwegens Hauptstadt unterwegs. Ich hatte keine Erwartungen an Oslo, da ich meine Flüge (wie eigentlich immer) relativ spontan gebucht hatte. Als ich ankam, hätte das Wetter schöner nicht sein können: Strahlender Sonnenschein und ein wolkenloser Himmel. Ich bin erst gegen Nachmittag an meiner Unterkunft angekommen, deshalb blieb mir nicht mehr allzu viel Zeit, die Stadt zu erkunden. Ich entschloss mich, zum Opernhaus am Hafen zu laufen – ein schöner erster Eindruck am ersten Tag in Oslo.

Doch je mehr ich in den Stadtkern gelangte, desto unbehaglicher wurde mir auf einmal. Ich hatte ein mulmiges Gefühl im Bauch. Der Stadtteil, in dem ich mich befand, sah nicht gerade freundlich und einladend aus. Und auch als ich weiterging, ruhten Blicke von kleinen und großen Gruppen auf mir. Später googelte ich den Stadtteil, weil mir das alles irgendwie spanisch vorkam. In keinem Reiseführer oder Blog wurde vorher von dieser Gegend gesprochen: Grønland. Doch als ich ein paar Internetseiten durchforschte, wurde mir schnell klar, dass ich diesen Stadtteil wohl zum letzten Mal gesehen haben werde, denn die Kriminalitätsrate soll dort erschreckend hoch sein. Wenn ihr also mal in Oslo seid, ist Grønland kein Stadtteil, den ihr gesehen haben müsst.

Am Opernhaus angekommen erwartete mich ein wunderschöner Blick auf Wasser und Berge. Das ist es, was ich an Oslo besonders mag: Die Stadt grenzt an den Oslofjord, also Natur, soweit das Auge reicht. Kleiner Tipp: Das Opernhaus zeigt sich im Sonnenschein von seiner schönsten Seite. Die Sonne spiegelt sich im Glas wider und gibt ein hübsches Instagram Foto ab.

Apropos Sonnenschein: Ich bin bei allerschönstem Wetter am Hafen in Aker Brygge entlang spaziert und habe mir die Sonne bei einem Kaffee ins Gesicht scheinen lassen – einfach mal die Seele baumeln lassen, auch das muss man auf Städtetrips einfach mal machen können. Zwischen „Ich muss alles gesehen haben“ und „Dafür muss ich früh aufstehen!“ sollte genug Zeit für ein wenig Erholung sein.

Ich habe im angesagten Grünerlokka gewohnt – ich würde es mit Shoreditch in London vergleichen (Hier geht’s zum Blogpost dazu.). Streetart, angesagte Cafés und Restaurants, einzigartige Shops und Boutiquen und eine Atmosphäre, in der man sich nur wohlfühlen kann. Ganz in der Nähe ist eine kleine Markthalle, in der ihr gut lunchen könnt. Nach einem 5-Minuten Fußweg bin ich durch die Telthusbakken gelaufen, eine wunderschöne kleine Straße mit typisch skandinavischen kleinen Häuschen – allesamt in einer anderen Farbe!

Wer der Stadt für eine Weile entkommen möchte, hat natürlich auch in Oslo die Gelegenheit dazu. Ich kann jedem nur den Ekeberg Park ans Herz legen. Man kommt ganz einfach mit der Straßenbahn an der gleichnamigen Haltestelle hin. Ich bin den Berg ziemlich weit hinauf gewandert und es war so unglaublich schön, durch den Wald zu spazieren und einfach mal die Stille zu genießen. Nach einer Weile bin ich an eine Lichtung gekommen, die komplett mit Eis bedeckt war. Nur in der Mitte war der Boden schon ein wenig aufgetaut, und in den Bäumen hing eine Skulptur – die Fotgrafen unter euch werden das kennen: Natürlich bin ich mit Sneakern über das Eis gerutscht, um die im Baum hängenden Skulpturen zu fotografieren. Ich bin mir nicht ganz sicher, was sie darstellen sollen, aber mit Sonnenschein war das Ganze sehr schön anzusehen.

Was mir in Oslo auch wieder passiert ist, hat mich mal wieder darin bestätigt, wie sehr ich es liebe, auf Reisen zu sein. Ich bin in einem Café mit einem sehr netten australischen Pärchen ins Gespräch gekommen – man plaudert dann einfach mal mit komplett fremden Menschen über Gott und die Welt und freut sich über diese schöne Unterhaltung.

Einen Besuch wert ist auf jeden Fall der Holmenkollen, ein Berg im Nordosten von Oslo. Dort gibt es die Skisprungschanze. Die wird aber ganz schnell zur Nebensache, wenn man zum ersten Mal die Aussicht erblickt. Unglaublich, von hier aus kann man über ganz Oslo und den Fjord schauen, einfach eine atemberaubende Aussicht! Durch den Tipp einer lieben Norwegerin, die mit ihrer Schulklasse unterwegs war, bin ich noch bis zur Endstation Frognersteren gefahren. Witzigerweise fährt jeder in voller Skimontur ebenfalls mit der Straßenbahn, um auf den Berg zu kommen. Hier oben lag sogar noch Schnee und wie gesagt: The view is breathtaking!

Oslo lohnt sich meiner Meinung nach für einen 3-Tages Trip. Am besten hat mir wirklich die Natur und der Ausblick auf den Fjord gefallen. Eine unglaublich tolle Verbindung mit der Stadt selbst.

Alles Liebe,

Das Opernhaus in Oslo
Im Ekebergpark

What a view!
Auf dem Holmenkollen

I simply love flying!

 

 



Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*