Voller Vorsätze

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„2017 wird dein Jahr. Mindestens genauso gut wie 2016.“ dachte ich, als ich um 00:00 Uhr durchgefroren und erkältet am Hafen stand und mit Freunden ins neue Jahr gefeiert habe. 2017. Da war das neue Jahr nun. Voller Vorsätze. Obwohl, das ist eigentlich gelogen. Ich hasse Vorsätze. Denn die gehen einher mit Erwartungen und die sollte man, meiner Meinung nach, nicht haben. Sagen wir mal so: Ich war voller Hoffnung.

Beginnen wir mit dem ersten Monat des Jahres: Januar. Gemeinsam mit guten Freunden ging es nach London. Einer der Städte, bei denen sich eine Reise anfühlt, wie nach Hause kommen. Wir haben viel und gut gegessen, haben uns die Stadt angeschaut, sind über Flohmärkte spaziert und hatten wirklich eine gute Zeit. Kurz darauf kam die Zusage einer Bewerbung und ich arbeitete drei Monate lang in einer Kreativagentur in der ich Produktionen mit organisiert, fotografiert, viel über Photohop gelernt und tolle Menschen kennengelernt habe. Wenn ich jetzt darauf zurück blicke, war es eine großartige Zeit.

Kurz darauf habe ich mir einen Traum erfüllt. Einen Traum, den ich schon lange hatte, für den ich nun endlich den Mut hatte, diesen Schritt zu gehen. In die richtige Richtung. Dachte ich. Einen Job, der besser nicht hätte zu mir passen können. Es hat geklappt. Einen Monat lang habe ich Fachwissen und Praxis gelernt, Freundschaften geschlossen und viele Emotionen mit Menschen geteilt, die ich gerade erst kennengelernt habe. Dieser Monat war definitiv einer der besten und intensivsten Monate dieses Jahr. Dann musste ich ganz schnell feststellen: Dein Traumjob ist das nicht. Und so schnell wie ich angefangen hatte, hörte ich wieder auf. Nichts Besonderes, ich probiere gerne aus, und habe kein Problem damit, wenn es nicht so klappt, wie ich es mir vorgestellt habe. Deswegen bleibt trotzdem der bittere Beigeschmack nicht aus. Ein Traum, der ausgeträumt ist. Eine Blase, die einfach so platzt. Und dann stehst du da. Wieder vor der großen Frage. Die Antwort? Wie immer. Ich weiß es nicht.

Was darauf folgte, waren zwei Monate, die ich so nicht vorausgesehen hatte. Es ist nicht wichtig, was in diesen Monaten passiert ist. Die Botschaft ist die folgende: Es läuft nicht immer alles nach Plan, es geht viel schief und manche Jahre hakt man dann entweder als Lehrjahr oder als das beschissenste Jahr ever ab. Da das Jahr noch nicht vorbei ist, lasse ich das mit dem vorschnell urteilen. 2017 war vielleicht nicht mein Lieblingsjahr. Ich hab aber einiges daraus mitnehmen können und ich glaube, dass es solche Jahre hin und wieder auch mal geben „muss“. Ich habe gelernt, nicht vorschnell zu urteilen, nicht über eine Person, nicht über eine Situation. Ich habe gelernt, dass man nicht alles als Niederlage abstempeln muss, sondern dass es okay ist, auch mal unschöne Erfahrungen zu machen und etwas daraus mitzunehmen. Ich habe gelernt, dass es sich nicht lohnt, aufzugeben und zu zweifeln. Denn es geht immer weiter, irgendwie.

Es gibt keinen Masterplan für das Leben. Niemand sagt dir, wohin deine Reise geht. Man lässt sich so mitreißen, treiben und hin und wieder übernimmt man auch mal das Steuer. So viele unvorhergesehene Umstände, Situationen und auch Menschen beeinflussen unser Leben. Alles, was wir tun können, was wir kontrollieren können, ist, wie wir damit umgehen. Unsere Einstellung. Man hat Hoffnungen, jedes Jahr aufs Neue. Man hat Träume, Wünsche, man stellt sich vor, wie das neue Jahr wohl wird. Wie es dann letztendlich wird, wissen wir nicht, können wir nicht voraussagen. Wir werden sehen. Verliert nie die Hoffnung, hört nie auf zu träumen, hört nie auf dafür zu kämpfen, für das zu arbeiten, was ihr wirklich wollt. Because a negative mind will never give you a positive life.

 

Alles Liebe,

 



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