Meine erste Safari

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Als ich die Reise nach Sri Lanka buchte, wusste ich sofort: Eine Safari steht ganz oben auf meiner Liste. Es ist aber gar nicht so leicht, einen guten Guide und Veranstalter zu finden. Diese Aufgabe stellte mich vor eine Herausforderung, da ich auf keinen Fall einem Tier schaden wollte. Ich las Berichte darüber, dass Tiere regelrecht mit dem Jeep gejagt und verfolgt werden. Mir war es wichtig, dass unser Fahrer die Tiere nicht bedrängt und so entschied ich mich für Janaka, einen erfahrenen Tour Guide, wie es im Internet steht.

Der Weg zum Yala National Park

Der Wecker klingelte um 03:45 Uhr. Es fiel mir absolut nicht schwer, aufzustehen, wahrscheinlich weil ich viel zu aufgeregt war, um im Bett liegen zu bleiben. Also sprang ich unter die Dusche, putzte die Zähne, zog mir ein langes Kleid an, um mich vor der Sonne und Mücken zu schützen, machte meine Haare, packte meine Kamera ein und dann stiegen wir auch schon pünktlich um 04:30 Uhr in den Jeep. Sheneli, unsere Gastgeberin, war extra aufgestanden, um uns Frühstück to go zu machen – so lieb!

Dann ging es auch schon los. In völliger Dunkelheit rasten wir durch einsame Straßen in Sri Lanka. Nach kurzer Zeit kamen wir auch schon am Yala Nationalpark an und um 6 Uhr öffneten die Tore. Die Sonne ging ganz langsam auf und der Fahrtwind ging mir durch Haut und Haar. Wir trennten uns sehr schnell von der Gruppe und fuhren unseren eigenen Weg abseits der Straßen, auf denen alle fuhren.

Start der Safari bei Sonnenaufgang

Safari Weg im Yale National Park

In den ersten zwei Stunden war es wirklich mucksmäuschenstill. Wir sahen ein paar Wasserbüffel aus der Entfernung, ganz ruhig standen sie im Wasser, tranken und ließen sich die Sonne auf den Rücken scheinen. Wenig später bemerkten wir ein paar Krokodile am Tümpel. Eins schwamm Richtung Büffel, das andere regte sich nicht vom Fleck.

Tiere in der Safari im Yale National Park

Alligator bei der Safari im Yala National Park

Alligator im Yala National Park während Safari

Jeep auf Safari im Yala National Park

Affe im Baum auf Safari im Yala National Park

Die Achterbahnfahrt unseres Lebens

Wenig später befanden wir uns schon wieder auf einsamen Pfaden. Janaka, unser Fahrer erhielt einen Anruf. Da er Singhalesisch sprach, verstanden wir nicht was er sagte. Er legte auf und ganz plötzlich befanden wir uns gefühlt auf der Achterbahnfahrt unseres Lebens: Wir rasten durch Schlammlöcher, über Felsen und durch sämtliche Sträucher. Ich musste mich festhalten, um nicht aus dem Sitz zu fliegen.

Als wir ankamen, wussten wir nicht, was los war. Janaka stellte den Motor ab und dann warteten wir. Und plötzlich sah ich den Grund für unsere wilde Fahrt: Ein Leopard schlich ganz elegant an unserem Jeep vorbei. Ich hatte Gänsehaut am ganzen Körper! Was für ein anmutiges Tier. Das Fell hat regelrecht gestrahlt, ich habe noch nie so ein wunderschönes wildes Tier so nah gesehen. Im Zoo war ich schon Jahre nicht mehr und mal ehrlich: Es ist was ganz anderes, einen Leoparden in Gefangenschaft zu sehen oder in der Wildnis. Ich konnte nicht glauben, dass das gerade wirklich passiert war und hatte noch Minuten danach Gänsehaut am ganzen Körper.

Leopard auf Safari im Yala National Park

Leopard auf Safari im Yala National Park

Leopard auf Safari im Yala National Park

Leopard von hinten auf Safari im Yala National Park

Wir fuhren lange umher, ohne ein Tier zu sehen. Aber das war nicht wichtig, schließlich waren wir hier nicht in einer Show, in der die Tiere kommen, wenn Touristen eine Safari im Nationalpark machen. Unser Fahrer sagte uns schon vor der Fahrt, dass es natürlich sein kann, dass wir auf unserer Safari gar kein Tier sehen – dass wir nun schon Büffel, Krokodile und sogar einen Leopard gesehen hatten, übertraf all meine Erwartungen. So fuhren wir einfach durch den Nationalpark und allein die Landschaft war unglaublich beeindruckend und friedlich, sodass ich auch ohne ein Tier zu sehen gerne in die Ferne schaute.

Wir machten eine kurze Pause an der Küste. Es war wirklich wunderschön, aber viel zu heiß, um sich in der prallen Sonne am Strand aufzuhalten. Als wir wieder zum Jeep zurückkehren, sagte unser Fahrer: „Vielleicht haben wir Glück und sehen nun noch ein paar Elefanten.“
Ich merkte, wie ich auf einmal ganz aufgeregt war und voller Vorfreude – sollte mein Traum nun endlich in Erfüllung gehen?

Strand auf Safari im Yala National Park

Yala National Park

Berg auf Safari im National Park

Und dann ging mein größter Traum in Erfüllung

Wir fuhren wieder durch die Gegend und ich konnte gar nicht klar denken. Die Landschaft beeindruckte mich und natürlich die Tiere, die wir bereits gesehen hatten. Auf einmal bemerkten wir hinter uns etwas. Und tatsächlich: Ein Elefant überquerte ganz gemütlich den Weg. Unser Guide stellte sofort den Motor aus und wir fotografierten und beobachteten den Elefanten.

Mein Herz klopfte wie wild in meiner Brust und ich konnte mein Glück kaum fassen – war das gerade wirklich echt? Stand da gerade wenige Meter von mir entfernt ein wilder Elefant? Kann mich mal bitte jemand kneifen? Und dann lief er auf unseren Jeep zu, ganz in Ruhe und war mir nun so nah, dass ich ihn hätte berühren können. Ich hielt eine Sekunde den Atem an, ganz unbewusst, vor Aufregung. Was für ein wahnsinnig toller Moment. Wir fuhren weiter, denn zum einen kann die Situation auch mal gefährlich werden, wenn der Elefant sich bedroht fühlt, zum anderen wollten wir ihn nicht mehr stören. Und so ging der Elefant seinen Weg und wir folgten unserer weiteren Route durch Yala.

Wir sahen in der Ferne dann noch weitere Elefanten grasen und in einem kleinen See baden und ich genoss diese Momente wirklich sehr. Ich war so voller Glück, Freude und Dankbarkeit, dass ich einfach nur da saß und zuschaute.

Elefant auf Safari im Yala National Park

Ich auf dem Jeep mit Blick auf Elefanten

Elefant auf Safari im Yala National Park

Elefant aus der Ferne im Yala National Park

Ich bin wirklich mehr als glücklich, mir meinen Traum von einer Safari erfüllt zu haben. Noch glücklicher bin ich natürlich, wilde Elefanten gesehen zu haben, ich kann es immer noch nicht richtig glauben. Dieses Gefühl ist unbeschreiblich, man möchte zur gleichen Zeit lachen und weinen, weil man den Moment am liebsten für immer einfrieren möchte. Für mich sind diese Tiere etwas ganz Besonderes und ich bin für diese Erfahrung einfach nur dankbar. Es war wirklich ein richtiges Abenteuer, das ich sehr bald wiederholen möchte.

Alles Liebe,
Sarah

 



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